13. August 2008 um 01:57 (Umwelt)
Tags: Solar, Photovoltaik, Solarthermie, Sonnenkraft, Sonnenenergie, Alternative Energien, Solarenergie, Einspeisevergütung, EEG, Dachvermietung
Derzeit gibt es scheinbar mehrere Unternehmen, die für die Bereitstellung von Dachflächen zur Installation einer Solaranlage Dächer „mieten“. Man stellt also sein Dach für 20 oder 30 Jahre zur Verfügung und bekommt dafür regelmäßig gewisse Einkünfte. Wer Interesse an sowas hat, kann es mal bei einem Handwerker seiner Wahl, der mit Solaranlagen Erfahrung hat, versuchen danach zu fragen. Was hier allerdings eine Rolle spielt, ist die Größe der verfügbaren Dachfläche (je größer, desto wirtschaftlicher für das Solarunternehmen, die Fläche anzumieten; gut: min. 250 qm), die Ausrichtung (sollte gen Süden sein) und die Neigung (gut: >12 Grad).
Aufgrund der staatlichen Einspeise-Vergütung scheint das eine attraktive neue Anlageform für Investoren zu sein. Also: Viel Erfolg!!

Photovoltaik-Module
Kommentar schreiben
13. August 2008 um 01:25 (Umwelt)
Tags: Alternative Energien, Photovoltaik, Seebeck-Effekt, Solar, Solarenergie, solarhybrid, Solarhybrid AG, Solarthermie, Sonnenenergie, Sonnenkraft, Thermogenerator
Vor einigen Tagen war ich auf einer Infoveranstaltung der solarhybrid AG (www.solarhybrid.ag). Das junge Unternehmen hat eine neuartige Solaranlage entwickelt, die gleichzeitig sowohl Strom als auch warmes Wasser erzeugt. Erreicht wurde das über eine simple Übereinanderlagerung der jeweiligen Schichten. Man kann sich eine solche Anlage als ein rechteckiges Gehäuse vorstellen, welches mit einer Glasplatte abgedeckt ist. Auf der Glasplatte sind die Photovoltaik-Zellen angebracht, aber so dass nicht die gesamte Glasfläche abgedeckt ist, sondern dazwischen noch Freiraum ist, wo die Sonnenstrahlen auf die unter der Glasplatte liegenden Solarzellen-Schicht für die Warmwasser-Gewinnung auftreffen. So wird also das Sonnenlicht aufgeteilt für Strom und Wasser, und beides wird so über einen einzigen „Kasten“ auf dem Dach erzeugt. Die Idee scheint hier eigentlich überhaupt nicht so besonders ausgeklügelt, trotzdem gibt es scheinbar bisher kein anderes Unternehmen, welches diese Kombination bisher derartig umgesetzt hat.

Truck mit Photovoltaik-Modulen
In den Werbebrochuren der Solarhybrid AG wird beschrieben, wie auf diese Weise das eintreffende Sonnenlicht ideal genutzt werden kann: Da das Lichtspektrum der Sonne unterschiedliche Wellenlängen gleichzeitig bereit stellt, können die Wellenlängen über diese Methode für die beiden Verwendungszwecke aufgeteilt werden: das sichtbare Lichtspektrum (Wellenlänge bis 700 Nanometer) wird von den Photovoltaik-Zellen (Strom) genutzt, das nicht sichtbare Spektrum (Infrarotes Licht, Wellenlänge über 700 Nanometer) wird für die Solarthermie (Warmwasser) genutzt.
Besonderheit des Systes der Solarhybrid AG: Der Thermogenerator
Mit dem Thermogenerator, welcher den 1821 von Thomas Seebeck entdeckten thermoelektrischen Effekt (auch ‘Seebeck-Effekt’) ausnutzt, wird die im Sommer erzeugte überschüssige Wäremeenergie, die nicht gleich genutzt wird, in Strom umgewandelt. Der Effekt wird schon in der russischen Raumfahrt zur Stromgewinnung verwendet und funktioniert schon ab 20 Kelvin Temperaturunterschied. Der Thermogenerator, der eine optionale Komponente der Solaranlagen von solarhybrid ist, wird voraussichtlich ab Ende 2008 lieferbar sein.
Die Solarhybrid AG ist ein von Tom Schröder inhabergeführtes Unternehmen mit 3 Mio. Euro Grundkapital. Auf der von mir besuchten Roadshow für interessierte Händler und Handwerker gab es neben einem prachtvollen Buffet auch einen Vortrag vom Solarpapst Dr. Franz Alt, der hier einen Artikel dazu verfasst hat.
Update: Wie mir nun verbal mitgeteilt wurde, findet derzeit eine Konzentration des Vertriebes und Änderung der Vertriebsstruktur der Solarhybrid AG statt. Der Vertrieb soll ausschließlich über exklusive Fachhandelspartner stattfinden. Des Weiteren verzögert sich die Markteinführung des Thermogenerators auf Anfang 2009. Ein Vergleich mit Konkurrenten in der Solar-/Photovoltaik-Branche bzgl. Preisen kann sich des Öfteren übrigens auch lohnen. Preise der Anlagen von Solarhybrid AG kann man u.a. hier erfahren.
Kommentar schreiben