Hunger weltweit angestiegen – alle 6 Sekunden verhungert ein Kind

Dr. Jacques Diouf, General Direktor der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) ruf zur Teilnahme an einer Online-Petition auf, um für die hungernden dieser Welt ein Zeichen zu setzen:

Die Zahl der Hungernden hat derzeit einen Höchststand erreicht. Was ist wichtiger? Banken zu retten oder hungernde Menschen vor dem Tod? Hätte man das Geld für die großen Banken für Hungernde eingesetzt, so ließt man, dann wäre das Problem des Hungers dieser Welt gelöst.

Dr. Diouf fordert von den Industrienationen 44 Mrd. Dollar pro Jahr in die landwirtschaftliche Entwicklung der dritten Welt zu investieren. Soviel wurde dort bereits in den 80ern jährlich von den reichen Ländern investiert. Diese Hilfsgelder sind aber inzwischen zum Leid aller Armen der 3. Welt wieder auf ein Viertel davon reduziert worden.

Quellen:
- UNO: Die hungernde Milliarde, Paul Kreiner, Die Presse 16.11.2009.
- www.1billionhungry.org

Desertec – das Super-Stromnetz und das langersehnte Ende der Atomenergie

Hier möchte ich zur aktuellen politischen Diskussion Auszüge aus einem Vortrag einbringen, den ich am 29.09.2008 in Karlsruhe besuchen konnte. Der Referent war Dr. Gregor Czisch, ein Spezialist im Themenbereich Erneuerbare Energien, der. u.a. auch für die Bundesregierung beratend tätig ist. Seine Promotion „Szenarien zur zukünftigen Stromversorgung – Kostenoptimierte Variationen zur Versorgung Europas und seiner Nachbarn mit Strom aus erneuerbaren Energien“ baute der Diplomphysiker und Dr. der Ingenieurswissenschaften sukzessive zu einer Vortragsreihe aus, die er, neben zahlreichen Veröffentlichungen und seiner Forschungstätigkeit an der Universität Kassel, noch heute der Öffentlichkeit präsentiert.

Bevor ich zum äußerst interessanten Kern der Thesen von Dr. Czisch komme, möchte ich anlehnend an seinen Vortrag eine kurze Einführung in die Thematik Alternativer Energien geben.

Der Klimawandel

Klimamodelle errechnen bis 2070 einen Rückgang des Niederschlags von bis zu 50%, bei einem jährlichen Anstieg des CO2-Ausstoßes um 1%.

Anstieg CO2-Ausstoß
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
1,0% 3,8% 4,4% 5,2% 3,5% 2,1% 2,8%

In einigen Ländern rechnet man schon mit bis zu 50% weniger Ernteerträgen bis 2020.

Ca. 40 % der weltweiten CO2-Emissionen werden durch Stromerzeugung hervorgerufen [Quelle]. Kohlekraftwerke sind dabei am schlimmsten, sie alleine bringen es schon auf 30% der weltweiten CO2-Emissionen.

weltkugel

Biomasse

Das ökologisch und sozial verträgliche Biomasse-Potential wird auf 200.000 TWh/Jahr eingeschätzt, womit man den gesamten Strombedarf decken könnte. Eine Schwierigkeit ist hier allerdings auch neben der komplizierten politisch notwendigen Reglementierung der geringe Wirkungsgrad von ca. 30 %. [Quelle: DREIER, T. (2000): Ganzheitliche Systemanalyse und globale Potenzialanalyse biogener Kraftstoffe. Dissertation TU-München,  E&M Verlag.]

Photovoltaik

In Deutschland erntet man hiermit im Dezember nur 5% der Strommenge von der im Juli. Der beste Platz mit den höchsten „Ernteerträgen“ hierfür wäre der Himalaya.

Wasserkraft mit Schlüsselrolle

Dr. Czisch erklärt, dass eine rein regenerative Stromversorgung für Europa möglich ist. Einer der Schlüssel dazu ist die Wasserkraft. Diese lässt sich wiederrum aufteilen in

  • Speicherwasserkraftwerke
  • Laufwasserkraftwerke

Die Speicherwasserkraftwerke können von besonderer Bedeutung werden, wenn es um die Frage der Zwischenspeicherung von Energie geht. Da die Erzeugung von Solar- und Windenergie stärker schwanken kann, muss man solche Speichermöglichkeiten zwischenschalten.

Gregor Czisch errechnete eine Nennleistung von 96 Gigawatt in Europa, die durch Speicherwasserkraftwerke  zur Verfügung gestellt werden kann. Dies entspricht einer jährlichen Stromversorgung von ca. 275 TWh, was ca. der Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland entspricht [Quelle].
Weltweit sind 750 GW Nennleistung an Wasserkraftwerken zur jährlichen Stromerzeugung von 2500 TWh installiert. Das Potential der Wasserkraft liegt zudem noch weit darüber [vgl. Prof. Dr. Hans-Burkhard Horlacher: Globale Potenziale der Wasserkraft]. Gründe, warum bspw. auch die Weltbank Projekte in Afrika zur Förderung der Wasserkraft finanziert und sich derzeit weltweit Anlagen mit weiteren insgesamt 289 GW  in Planungsphase befinden.

Solarthermische Kraftwerke

Günstigster Standort hierfür sind die Wüsten. Allein die Sahara könnte hiermit 700 x den Strombedarf der EU decken. Unser derzeitiges weltweites Stromnetz ist aber nicht in der Lage, derartige Strommengen über mehrere Länder hinweg zu transportieren. Am besten geeignet hierfür ist eine Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ).

Und jetzt zur Kernaussage dieses Aufsatzes =>

Es erscheint wirtschaftlich für uns, in Mauretanien solarthermisch Strom zu erzeugen unter Nutzung neuer Möglichkeiten wie Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) und neuester Speichertechnologien.

weltherz

Windkraft

Auch die Windkraft (Schleßwig-Holstein kann seines 40% des Strombedarfs damit decken) kann gute Ausgleichsmöglichkeiten in einem international verbundenen Stromnetz schaffen. In Afrika gibt es mehr Wind im Sommer, in Europa gibt es mehr Wind im Winter. Ägypten ist dabei einer der besten Standorte für Windkraftanlagen.

Alternative Energien billiger als heutiger Strompreis

Herr Dr. Czisch stellte ein Modell auf, in welches heutige Technologien und Kosten einflossen. In seinem Szenario wurden keine fossilen Energieträger zur Stromerzeugung verwendet. Nach linearer Optimierung aller Faktoren landete er bei einer Stromerzeugung von 70% aus Windkraft. Zur Regelung der Schwankungen waren vorgesehen Biomasse mit hohem Wirkungsgrad, Wasserspeicher und etwas Solarenergie. Nach Berücksichtigung aller Transport- und Speicherungskosten und der Transportverluste kam er auf einen kWh-Preis von 4,6 Cent. Für die EU & Norwegen würde man damit auf Ausgaben von jährlich 1,1% des BIP kommen. Die heutigen Ausgaben dieser Region für Strom liegen bei über 2%.

Über die Frage, was die Entwicklungsperspektiven z.B. für Marokko sind, wenn es 10% des EU-Stromverbrauchs exportiert, kann man man sich noch mehr begeistern.

Es gibt allerdings auch einige Netzengpässe in den Netzen innerhalb Europas, weswegen auch hier der NEtzausbau notwendig ist. Am Ende könnten die Stromkosten aber unter den heutigen liegen und die Energiequellen zu 100% regenerativ.

Anfängliche Ablehnung der Energiekonzerne

Hr. Dr. Czisch berichtete, wie er über Jahre hinweg mit seinen Analysen und Berechnungen der alternativen Szenarien bei Einergiekonzernen vorstellig wurde, diese ihn aber teilweise ganz unverblümt die kalte Schulter zeigten.

So wie die EdF, die das für technisch machbar hielten, aber auf schwieriges politisches Tauziehen verwiesen. Die E.ON oder RWE, die eher an kurzfristigen Betrachtungsweisen, dem Bauen neuer Atomkraftwerke interessiert waren.

Hohe Eigenkapitalrendite der Energiekonzerne behindern zudem Wirtschaftlichkeit für den Stromabnehmer

Wir brauchen ein HGÜ-Supergrid zur Verbindung zwischen Nordafrika und der EU. Das Know-How hierfür wäre sehr einfach in der Energie-Industrie zu finden. Die notwendigen Investitionen hierfür sind aber zwiespältig zu beurteilen. Wenn man eine – oft übliche – Eingenkapitalrendite für die Investoren von z.B. 20% mit einkalkulieren muss, kann der Strompreis unterm Strich wieder teurer, und somit das ganze Projekt unwirtschaftlicher werden. Die Politik ist daher aufgerufen, Finanzierungsinstrumente zur Verfügung zu Stellen. Denn nur wenn der Staat ohne Renditeanspruch investiert, kommt Dr. Czisch auf die 4,6 Cent pro kWh.

Der Neffe des ermordeten John F. Kennedy, Robert F. Kennedy, Jr, und der ehem. Vizepräsident Al Gore plädieren übrigens beide für ein HGÜ („DC-Supergrid“) in den USA.

CO2-Ausstoß

Iran – Einschränkung der Pressefreiheit

Schon vor mehr als 10 Jahren hörte ich von Exiliranern über die Unterdrückung politischer Opposition in ihrem Heimatland. Die Machtlosigkeit gegen das Regime und auch die Lebensgefahr, der man durch politische Äußerungen ausgesetzt war (und teilweise noch immer ist), brachten viele Iraner dazu, zu fliehen. Deshalb haben wohl viele auf solche Ereignisse, wie sie derzeit geschehen, lange gewartet und gehofft.

Was natürlich absolut nicht mehr in unser Zeitalter passt, ist die Pressezensur im Iran. Deshalb fühle ich uns alle dazu aufgerufen, unsere Fühler nach Iran auszustrecken und, wo nötig, öffentlich Menschenrechte einzufordern.

Präsidentschaftskandidat Iran Juni 2009

Mir Hossein Mussawi (*28.09.1941) - Präsidentschaftskandidat Iran Juni 2009

Einschränkung der Pressefreiheit in Sri Lanka und der „Srilankan Tamil Genocide“

Laut der Menschenrechtsorganisation „Rights Now“ in Sri Lanka sind fast 1000 Sri Lankis in den letzten 2 Jahren verschwunden, über 2000 sitzen ohne Anklage in Gefängnis, viele davon werden gefoltert. Betroffen sind neben politisch engagierten Tamilen auch singhalesische Menschenrechtler und kritische Journalisten. Nur in einzelnen Fällen und nach erheblichem internationalen Druck kommt es manchmal zur offiziellen Anklage eines Staatsanwalts.
Mehr als ein Duzend kritischer Journalisten sind in den letzten 2 Jahren verschwunden oder ermordet worden. Sri Lankas singhalesische Regierung will mit allen Mitteln verhindern, dass Journalisten den Krieg gegen die tamilischen „Rebellen“ im Norden des Landes kritisiert. So werden alle Tamilen und kritische Singhalesen engmaschig überwacht.
Es werden immer mehr Zeitungen von der Regierung geschlossen und Knebelgesetze zur Kontrolle der Medien und des Fernsehens erlassen. Ziel ist, der Singhalesischen Bevölkerung ein verzogenes Bild der Bedrohung durch Tamilen im Land vorzugaukeln.

Quellen: Kruchem, Thomas: Land im Bürgerkrieg – Sri Lanka unterdrückt freie Berichterstattung, Deutschlandfunk 25.04.2009.

Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit ca. 17 Jahren in einer Restaurantküche als Aushilfskraft jobbte und oft mit geflüchteten srilankischen Tamilen zusammen arbeitete. Eines Tages fielen mir große Narben an den Armen eines srilankischen Kollegen, kaum älter als ich selbst, auf. Ich fragte ihn, woher diese Narben kamen und er antwortete: aus dem Gefängnis. Er hätte für die Tamil Tigers gekämpft und wurde eingesperrt. Er erzählte mir dann, dass auch sein Bruder eingesperrt wurde und im Gefängnis ums Leben kam. Das hinterließ bei mir, aufgewachsen in der friedlichen westdeutschen Umgebung, damals einen bleibenden Eindruck in meinem Weltbild. Oder besser: ich verstand in diesem Moment die Welt nicht mehr.

Die starke Präsenz dieses Themas in der aktuellen deutschen Presse nehme ich nun zum Anlass, meinem Versprechen gegenüber eines Freundes aus Tamil Nadu / Indien folge zu leisten und seine an mich gesendete Information bzgl. der Thematik weiter zu streuen:

Srilankan Tamil Genocide

Dear Friends,
I like to inform you of the mass Tamil genocide in Srilanka. The are 7 nation(India,China,Pakistan,Japan.Usa…) army generals in Srilanka supplying arms and tactical knowhow for this genocide. The sriLa gov is  a jackal saying it supports India ,china and Pakistan and gets weapon from all of them.
The srilanklan Gov has given permission to japan to set up a port & already agreed with china  to set up its base in Jaffna after the Ltte [Anm.: Liberation Tigers of Tamil Eelam] are killed. I don’t know how this tactically helps India to have its enemy under its feet and Usa trying to set up a base.
I agree that Ltte had killed our prime minister but haven’t the congress gov forgotten that Indira Gandhi was killed  and the same community member  is our Prime Minister. Is Eye for an Eye always the answer for the crying and dead children. The India news channel cry’s the women are beaten up in mangalore(sri ram sena) but shows a deaf ear to the outcry of thousands of young tamil women in Srilanka. The media shouts loud when the north Indians are attacked in Mumbai but turns a blind eye to the atrocities committed by the srilankan army on Tamilians like the Indian Gov turns a blind eye to our Olympic medal winning boxers
Retired  American Assistant Attorney general Bruce Spain is going to file a complaint against Srilankan Defence secretary  Kothapaiya Rajapaksha and defence general Sarath Ponsekha in America for Tamil Genocide . I am ashamed that my tax money is used to kill the SL tamils and the tamilnadu politician trying to gain political  points of innocent deaths.
The international aid agency like red cross are always kept away from S anka r up the killings.There is a false propaganda by the Indian RAW and srilankan army to distract the killing of innocent civilians.
There are 5,00,000  civilians in brink of death.The SL army announces safe zones but bombs them killing around 50 people a day. Everyday 3 Tamilian are loosing their life.It is upon us to act pls forward this message.
Thank you

Despoten, Korruption, Diktatoren in Afrika

Cover Africa Positive Ausgabe 32/09

Africa Positive Ausgabe 32/09

Die Chefredakteurin der Zeitschrift AFRICA POSITIVE Veye Tatah schreibt im Editorial des aktuellen Heftes, dass sich Ghana mit der Wahl des neuen Präsidenten Prof. Atta Mills weiterhin als eine gefestigte Demokratie beweist. Sie stuft Ghana als ein Vorbild für Westafrika ein, wo noch die meisten Despoten des Kontinents herrschen. Sie schreibt weiter, dass das Präsidentenamt in vielen afrikanischen Ländern als persönlicher Besitz eingestuft wird oder gar als monarchisches System. Oft werden Oppositionelle durch Verhaftung oder gar Ermordungen unterdrückt. Einige der Länder mit mangelhafter Demokratie und exzessiver Vetternwirtschaft führt sie auf:

  • Burkina Faso: seit 21 Jahren regiert Blaise Campaore
  • Guinea: bis letztes Jahr regierte Lassana Konte das Land 22 Jahre lang, seitdem herrscht das Militär
  • Uganda: seit 22 Jahren regiert Yoweri Museveni, auch seinem Sohn hat er wichtige Ämter übergeben
  • Kamerun: seit 26 Jahren regiert Paul Biya
  • Simbabwe: seit 26 Jahren ist Robert Mugabe an der Macht
  • Ägypten: seit 27 Jahren regiert Husni Mubarak, dass sein Sohn seine Nachfolge antritt, gilt als wahrscheinlich
  • Äquatorial Guinea: seit 29 Jahren regiert Obiang Nguema, fast alle seine Kinder sind Minister
  • Togo: 38 Jahre lang regierte Gnasingbé Eyadema, sein Sohn übernahm anschließend das Amt
  • Gabun: seit 41 Jahren regiert Omar Bongo, auch seine Kinder haben wichtige Positionen im Land übernommen

Tatah schildert himmelschreiende Korruption am Beispiel Kamerun, wo der Vorsitzende der Associacion for the Defence of Collective Interest (ACDIC) Bernard Njonga brutal geschlagen und misshandelt wurde, weil er öffentlich Korruption und Unterschlagung von Hilfsgeldern anprangerte. 1,83 Millionen Euro sollen beispielsweise vom dortigen Ministerium für Landwirtschaft unterschlagen worden sein. Auch 49 von 60 Traktoren aus Indien wurden angeblich von Ministern und Regierungsbeamten einbehalten, berichten andere Medien. Einem Bericht zufolge sind 92% aller NGO’s in Kamerun von hohen Regierungsbeamten gegründet worden, um auf diesem Weg Entwicklungsgelder unterschlagen zu können. Tatah schreibt, den Kamerunern kann nur noch geholfen werden, wenn die Geldflüsse an die Regierung sofort gestoppt und gezielt an kirchliche oder zivilgesellschaftliche Organisationen geleitet werden. Die afrikanischen Volkswirtschaften zu entwickeln sei eher durch billige Kredite für kleine und mittelständische Unternehmen möglich, als durch Hilfs- und Projektgelder an die Regierungen.

Quelle: Africa Positive Nr. 32/09, S. 3, 11.

Sklaverei und Menschenhandel – noch immer ein Problem?

Heute ist der „Internationale Tag für die Abschaffung der Sklaverei“.

Am 2. Dezember 1949 wurde von der UN die Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Menschen verabschiedet.

Noch heute werden von „Anti-Slavery International“ weltweit 12,3 Millionen Menschen als Sklaven eingestuft. Sklaverei ist nach internationalem Recht illegal, was aber von manchen Staaten nicht anerkannt und in das jeweilige nationale Recht umgesetzt wird.

Quelle/siehe hier.

Let’s Make Money – Film über den Neoliberalen Kapitalismus und einen Economic Hit Man

„Der Film dokumentiert die Geldströme im globalen Finanzsystem und bezeugt die ungleiche Verteilung des Vermögens auf der Welt sowie innerhalb von Gesellschaften“ (Wikipedia).

Heute war ich im Kino in dem neuen Film Let’s Make Money von dem österreichischen Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer und ich muss sagen der Film hat mich wirklich schockiert. Einiges der hier überzeugend dargestellten globalen Ungerechtigkeiten war ich ja schon gewohnt durch mein Studium der Entwicklungspolitik und Literatur z.B. von Joseph Stiglitz. Jedoch hinterlassen die Zahlen und Buchstaben in schwarz-weiß auf den Folien in der Uni und in den Büchern doch einen etwas distanzierenderen Eindruck als die bildliche Darstellung der schweißgebadeten Stirn afrikanischer Jungen beim Baumwollpflücken oder die geschundenen Hände zierlicher Mädchen beim Arbeiten im Steinbruch in Indien, allesamt sicher nicht älter als 12 oder 13 Jahre. Oder die Babies die zwischen den Beinen der Mütter im Steinbruch sitzen müssen, während diese in der Hitze Granitbrocken zertrümmern um den Lebensunterhalt zu verdienen; die Leute in Burkina Faso die 50 Euro im Jahr(!) verdienen und auch nicht weniger arbeiten als wir hier. Ob sie wohl jemals einen Radio besitzen werden?? Oder die tausenden von leerstehenden Luxusimmobilien zwischen gespränkelten Golfplätzen an der Costa del Sol in Spanien, die nach der Immobilienkrise keine Abnehmer mehr finden und mich übrigens sehr an Dubai erinnerten.

Da verwundert es nicht, dass ein gebildeter Afrikaner sagt, man könne die Mauern zur Abschirmung Afrikas vom Westen 10 Meter hoch bauen und sie werden trotzdem alle in den Westen kommen, wenn es so weitergeht wie bisher. Wenn die ungerechten Subventionen der eigenen Ökonomien im Westen gang und gäbe sind, dies aber den Entwicklungsländern von den internationalen Finanzgebern wie Weltbank oder IWF unter Androhung von Kreditstreichungen verboten wird.
Ein Film den man meiner Meinung nach unbedingt gesehen haben muss und locker in die Klasse des Michael Moore-ebenbürtigen Aufklärungsjournalismus aufzunehmen ist.

Hier ein Let’s Make Money-Trailer von 2 Minuten:

Der wohl schockierendste Teil des Filmes ist die Beschreibung und das Interview des Economic Hit Man („Wirtschaftskillers“ oder “Knochenbrechers“) John Perkins. Perkins hatte angeblich im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes NSA die Regierungen von Entwicklungsländern in den Ruin gestürzt, um den USA leichteren Zugriff auf deren Rohstoffressourcen zu ermöglichen.

Hier ein 17-minütiges (englisches aber gut verständliches) Interview mit dem Economic Hit Man John Perkins von ALJazeera:

Aud einer Website des US State Department’s Bureau of International Information Programs (IIP) von 2006 wird John Perkins allerdings als Verschwörungstheoretiker dargestellt und seine Geschichte als „pure Fantasie“ abgewiesen.

Ob und in wie weit John Perkins wirklich die erwähnte Rolle für den US-Geheimdienst gespielt hat, kann ich leider momentan nicht ganz klar stellen. Fakt ist, dass er scheinbar inzwischen damit sehr häufig in der Öffentlichkeit auftritt und schon mehrere Bücher zum Thema verfasst hat:

- Bekanntester Bestseller: Bekenntnisse eines Economic Hit Man, 2005 (Leseprobe hier).
- Steven Hiatt (ed.): A Game as Old as Empire. The Secret World of Economic Hit Men and the Web of Global Corruption. Introduction by John Perkins, 2007 (Einleitung und erstes Kapitel hier als PDF kostenlos verfügbar).
- The Secret History of the American Empire: The Truth About Economic Hit Men, Jackals, and How to Change the World, 2008.
- Weltmacht ohne Skrupel: Die dunkle Seite der Globalisierung – Wie die USA systematisch Entwicklungsländer ausbeuten, 2007.

Der Geist des Geldes

Wem der Film Let’s Make Money gefällt, dürfte sich übrigens auch für den Film „Der Geist des Geldes“ von Yorick Niess interessieren, der meiner Meinung nach ebenfalls sehr empfehlenswert ist und worin u.a. Jean Ziegler, bis 2008 Sonderberichterstatter der UNO für das Recht auf Nahrung, zu Wort kommt.

Einige der Top-Verdiener des Jahres 2007

Was man in der Wirtschaft verdient (bzw. nicht verdient beim Staat und in der Politik).

Name/ Verdienst im Jahr 2007

  • Josef Ackermann, Chef Deutsche Bank (= Privatbank, nicht staatlich!): 14,34 Mio. Euro
  • Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender Siemens: 11,21 Mio. Euro
  • Dieter Zetsche, Vorstandschef Daimler: 8,6 Mio. Euro
  • Wolfgang Reizle, Vorstandsvorsitzender Linde AG (Gas and Engineering): 8,1 Mio. Euro
  • Michael Römer, Merck (Pharma): 7,3 Mio.
  • Martin Winterkorn, Vorstandschef Volkswagen: 6,59 Mio. Euro
  • Hennig Kagermann, Vorstandschef SAP: 5,91 Mio.
  • Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender E.On: 5,33 Mio.
  • Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender BASF 5,21 Mio.
  • Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender Allianz: 5,2 Mio.
  • Ben J. Lipps, Vorstandsvorsitzender Fresenius Medical Care 4,52 Mio.
  • Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender Dt. Post: 4,3 Mio.
  • Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender Adidas: 4,18 Mio.
  • Harry Roels, Vorstand RWE: 3,94 Mio.
  • Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender BMW: 3,75 Mio.
  • Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender Bayer: 3,6 Mio.
  • Ulrich Lehner, Vorstandschef Henkel: 3,38 Mio.
  • Klaus-Peter Müller, Vorstandsvorsitzender Commerzbank 2,88 Mio.
  • Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender Lufthansa: 2,71 Mio.
  • René Obermann, Vorstandschef Telekom: 2,66 Mio.
  • Bastian Schweinsteiger, Fußballspieler FC Bayern München: 1,8 Mio./Jahr bzw. 150.000 p.m. ohne Werbeeinnahmen!!!
  • Aktuelles Angebot vom ZDF an Claus Kleber, Moderator „heute“: 600.000 p.a.
  • Angela Merkel: ca. 200.000 Euro p.a.
  • Frank Bsirske, Chef Verdi: 170.000 Euro p.a./ 14.160 Euro p.m.
  • Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts: 150.000 Euro p.a./ 12.860 p.m.

(Quellen: Stern, Spiegel, Focus)

D.h. der Lenker des „Unternehmens Deutschland“ verdient ein sechsundfünfzigstel (1/56)! von dem Lenker von Siemens. Ist Siemens größer als Dt.? Nein, Siemens (430.000 Mitarbeiter) hat einfach nur die Top-Leute unter seinem Dach!!!
Warum gehen Top-Leute lieber zu Siemens als in die öffentliche Forschung (Universitätsprofessor) ? Na Siemens zahlt x-mal besser. Gehört also eine Portion Idealismus/ Altruismus dazu, Professor zu werden statts Siemens-Mitarbeiter??
In Indien hat man mir genau das selbe berichtet, wohl nur noch viel extremer: Die guten Leute gehen in die Industrie statts in die öffentliche (allen zugängliche) Forschung. Der Indische Staat zahlt noch sehr viel weniger an Hochschullehrer im Vergleich zu den Industrielöhnen vor Ort. Folge: Die Bildung wird schlechter und Forschungsergebnisse/ Patente sind von Unternehmen unter Verschluss und werden nicht kostenlos der Allgemeinheit zur Nutzung zur Verfügung gestellt.
Der chinesische Ethnologe Biao Xiang schrieb 2007 über Indien, dass ohne die Frauen und Kinder, die für ein paar Cent pro Tag den IT professionals und Industriekönigen Tee bringen und hinterherputzen, es diese nie so weit geschafft hätten wichtige Angelpunkte im globalen Wirtschaftssystem zu werden.

(Vgl. Xiang, Biao (2007): Global “Body shopping“: An Indian labor system in the information technology industry. Princeton, N.J. [u.a.]: Princeton Univ. Press, 2007.)

Rettet den Regenwald e.V. fordert EU Importverbot für illegal geschlagenes Holz aus Regenwäldern

Illegale Holzfabriken riesigen Ausmaßes mitten in Regenwald-Schutzgebieten. Skrupellose Händler, korrupte Politiker und Militärs auf höchsten Ebenen. Was die EU dagegen (nicht?) tut.

Der illegale Holzeinschlag in Regenwäldern wird nicht, wie manche sich das vielleicht vorstellen, von ein paar Urwaldindianern im Lendenschurz mit Macheten vorangetrieben, – sowas gibt es natürlich auch, ist aber doch eher tolerabel – sondern von weltumspannenden Möbelfirmen-Netzen und Korrupten Politikern und Militärs.

In Laos werden ganze Sägewerke illegal mitten in den unter Schutz stehenden Regenwald gebaut, von wo sich fortan ein nicht enden wollender Zug an Tieflader-LKWs belanden mit Urwaldriesen auf den Weg vorbei an skrupellosen Geschäftsherren in Indionesien und beschwindelten Zollbehörden an den EU-Grenzen in deutsche Möbelläden und Bauhäuser machen.

Trotz dass der Holzeinschlag in diesen Gebieten offiziell verboten ist, schaffen es die Inhaber der holzverarbeitenden Betriebe mit Leichtigkeit, die Regierungsbeamten und obersten Militärs in Laos zu bestechen und sich so ungehindert an den letzten verbliebenen Urwaldgebieten der Welt schamlos zu vergreifen.

Siehe hier ein 10-minütiges Video dazu vom SWR-Fernsehen.

Das Problem wird sein, dass die Holzfirmen wesentlich höhere „Löhne“ an die Militärs und Beamten zahlen als es die Regierung tut. Man müsste also a) deren Löhne für eine ordnungsgemäße Befolgung der vorhandenen Gesetze erhöhen, so dass die Befürchtung den Job zu verlieren aufgrund von unrechtmäßiger Machenschaften für sie gewichtiger ist als die hohen Bestechungsgelder der kriminellen Holzbarone. Oder b) die Gewinnmarge der kriminellen Holzbarone derart reduzieren, dass es sich für sie schlichtweg nicht mehr lohnt, illegal die bis zu 1000 Jahre alten Urwaldriesen zu fällen und einigartige Lebensvielfalt unwiederbringlich zu zerstören.

Gut wäre beides. Da wir aber auf a) wenig Einfluss haben, da dies von den Finanzen und der Regierungsführung vor Ort abhängt, bleibt uns nur b) übrig.

Um b) zu erreichen, müssen wir darauf verzichten – zu keinem Preis – dieses Holz anzukaufen, so dass die illegalen Holzbarone keinen Absatzmarkt mehr finden. Schon lange wird ein Importverbot solcher Hölzer auf Bundes- und EU-Ebene diskutiert. Ein von Deutschland bei der EU zur Absegnung eingereichter Gesetzesentwurf zur alleinigen deutschlandweiten Umsetzung ist untergegangen und weder bei der EU noch in Deutschland weiß man, wo der Entwurf verblieben ist.

Das ganze EU-weit umzusetzen wird schon lange – zu lange – diskutiert. Rennomierte Personen wie Prof. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des UN-Umweltprogrammes (UNEP) halten dieses Problem aktuell für äußerst dringenst.

Seit über 10 Jahren unterstütze ich nun schon den Verein Rettet den Regenwald e.V. mit einem kleinen monatlichen Obulus. Der Verein wurde übrigens von der Zeitschrift Öko-Test als einer unter drei mit der Note „sehr gut“ im Umgang mit Spendengeldern von insgesamt 19 getesteten Naturschutz-Vereinen hervorgehoben. Auf der Website von Rettet den Regenwald e.V. www.regenwald.org kann man eine E-Mail als Apell an die EU für ein Importverbot von illegal geschlagenem Regenwaldholz verschicken.

TV-Tipp: In der Reihe Auslandsreporter des SWR wird am 5.11.2008 um 22:30 Uhr die 30-minütige Reportage „Die Raubholz-Mafia – kriminelle Geschäfte mit dem Urwald“ gezeigt.

231 Millionen Prozent Inflation und einen 100 Milliarden Dollar Schein in Simbabwe

Die Menschen hungern und der Regierungschef und Diktator Robert Mugabe lässt unbekümmert die Notenpresse sausen.

Wie schlecht es Leuten in anderen Ländern ergeht, kann man oft nur erahnen. Hier ist ein Artikel zur derzeitigen Lage in Simbabwe: Leben mit Millioneninflation, FTD 14.10.08.

Äthiopien unterzeichnet Vertrag für den größten Windpark im subsaharischen Afrika

Der Auftrag über 210 Millionen Euro wurde am 9. Oktober 2008 von dem Ethiopian Electric Power Corporation (EEPC) unterzeichnet und geht an den französischen Windturbinenhersteller Vergnet.

Nach 2,5 Jahren soll der Windpark 120 Megawatt durch 120 Turbinen mit jew. einem Megawatt Leistung poduzieren.

Da in Äthiopien die Energie für das Stromnetz hauptsächlich aus Wasserkraft erzeugt wird (derzeit zu 98%), unterliegt die Energieversorgung besonders in Dürreperioden starken Schwankungen. Auch die derzeitige Dürre verursacht sehr häufige Stromausfälle.
Der neue Windpark wird daher helfen können, diese Schwankungen in der Versorgung zu verringern.

Mit der Projektvollendung wird laut Meheret Debebe, Vorsitzender des EEPC, die äthiopische Energieversorung um weitere ca. 15% der derzeitigen Leistung ansteigen.

Das EEPC versorgt 1.4 Millionen Kunden mit Strom und hat insgesamt 814 Megawatt Energieerzeugungskapazität.

45 Millionen Euro für den Windpark wird von der vom französischen Staat getragenen Entwicklungs-Agentur AFD gestellt, welche 2/3 ihrer Mittel für Afrika investiert und u.a. die Verfolgung der Millenium Development Goals zum Ziel hat.

Quellen: Environmental News Network ENN, Greentech Media (Autor: Ucilia Wang), Wikipedia: AFD.

16.10. ist Welternährungstag (Welthungertag)

Der 16. Oktober ist Welternährungstag, auch Welthungertag genannt.

Am 16. Oktober 1945 wurde die FAO, die Food and Agriculture Organization of the United Nations mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, als Sonderorganisation der UNO gegründet.

Dieses Jahr findet u.a. die Konferenz 34th Committee on World Food Security vom 14. bis zum 17. Oktober im FAO-Headquarter in Rom statt. Auch viele NGO’s nutzen den Tag, um auf die weltweiten Schwierigkeiten bei der ausreichenden Versorgung mit Nahrungsmitteln aufmerksam zu machen.

Weitere Informationen: Blog-News Welternährungstag 2008, Wikipedia-Eintrag

Desertifikation – Der Mensch beherrscht die Erde

Der Mensch ist das einzige Tier, das Wasser mehrere tausend Kilometer weit transportieren und dann verteilen kann. Der Mensch beherrscht die Erde, was unbedingt konstruktiv genutzt werden muss.


China

Dass wir sehr auf unseren Planeten aufpassen müssen ist ja nichts Neues. Dass die Desertifikation nicht nur, aber besonders auch in China enorm vorangeschritten ist, wissen sicher auch schon Viele. Dass das derzeitige chinesische Wirtschaftswunder zu einem sehr großen Teil auf Kosten der Umwelt geht ist auch bekannt. Laut WWF ist ein Drittel Chinas mit Sand bedeckt und China emittiert inzwischen mehr CO² als die USA. Es gibt aber auch in China Menschen, die gegen die voranschreitende Desertifikation Bäume pflanzen.

Als Teil des nationalen Programms zur Rettung der Umwelt muss irgendwann in seinem Leben jeder Chinese Bäume setzten. Dieses ambitionierteste Projekt des chinesischen Staats wird die Grüne Chinesische Mauer genannt. Ein Schutzwall aus Wäldern gegen die Wüste wurde hierfür die letzten 20 Jahre durch 14 Provinzen Nordchinas gepflanzt und somit Millionen von Hektar wieder begrünt.
Das seit 1978 laufende Programm wird von vielen Nationen, u.a. auch Deutschland, unterstützt.

Bestimmte Pflanzen haben sich als besonders widerstandsfähig gegen das rauhe Wüstenklima gezeigt und als nützlich gegen die Sandstürme und fortschreitende Desertifikation bewährt. Weide, Akazie, chinesische Kiefer und eine Zypressenart sind Spezialisten, die Sand, Kälte und Dürre ertragen und nicht so sehr von Kaninchen und Ziegen angefressen werden. Luzerne wird wegen ihrer stickstoffbindenden Wirkung als Gründüngung dazwischen gesät, wovon sich wieder andere Pflanzen und Gräser ernähren können.

Trotz der Bemühungen für Chinas Grüne Mauer hat die Häufigkeit der Sandstürme in Beijing seit den 1950ern um das 15-fache zugenommen.

Vorbild Afrika -
Das Green Belt Movement – Grüner Gürtel in Afrika

Wie schaut es aus in Afrika?
Die kenianische Professorin Wangari Maathai erhielt 2004 den Friedensnobelpreis als erste afrikanische Frau, nach dem sie bereits 1984 mit den Alternativen Nobelpreis für die Gründung der Bewegung Green Belt Movement im Jahr 1977 ausgezeichnet wurde.

Wangari Maathai

Wangari Maathai, Umweltaktivistin, Nobelpreisträgerin und stellvertretende Ministerin für Umweltschutz in Kenia

„Was mich betrifft, so werde ich weiter Bäume pflanzen, insbesondere einheimische Arten, und wo möglich, werde ich Ideen pflanzen.“ (Dankesrede anläßlich der Verleihung des Petra-Kelly-Preises der Heinrich-Böll-Stiftung, 30. April 2004, boell.de).

Durch ihr Aufforstungsprojekt Green Belt Movement wurden mittlerweile alleine in Kenia 6000 Baumschulen gegründet und 30 Millionen Bäume zum Schutz vor Erosion und Sicherungen der Lebensgrundlagen der Bevölkerung gepflanzt. Training und Knowhow-Sharing führten bereits in 15 weiteren zentral- und ostafrikanischen Ländern zur Gründung von Baumpflanz-Initiativen.
„Mama Miti” (Kisuaheli für „Mutter der Bäume“) wie Maathai auch genannt wird, wurde in den 90ern mehrmals inhaftiert und misshandelt da sie sich durch Ihr Engagement für Umweltschutz und Frauenrechte oft in Opposition zum damaligen kenianischen Staatschef Daniel arap Moi befand. 2002 ernannte der neue kenianische Staatspräsident Mwai Kibaki die mittlerweile ins Parlament eingezogene Maathai zur stellvertretenden Ministerin für Umweltschutz in Kenia. So wird ihr nachgesagt, die erste „grüne“ Politikerin in einer afrikanischen Regierung gewesen zu sein.

Maathai ist u.a. auch Mitglied des Club of Rome. Die Website Ihrer Organisation Green Belt Movement ist hier zu finden.

(weitere Quellen: Wikipedia: Wangari Maathai; Spiegel Online; Wüsten im Vormarsch, Dokumentation von Klaus Feichtenberger & Ingo Herbst, D 2007. )

A new South Africa

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