Am 3. Oktober liefen auf 3sat unterschiedliche Dokus zum Thementag „Der Preis des Geldes“. Zu diesem Anlass wurde auch ein Interview mit Joseph Stiglitz zur Wirtschaftskrise, ihrer Ursache und Auswirkung aus Novermber 2008 ausgestrahlt. Mein Lieblingsökonom hat darin bestätigt, dass die Krise durch die kurzsichtigen Anreizmodelle für Manager von Finanzunternehmen wesentlich mit verursacht wurde. Der Konflikt begründet sich darin, dass die Manager erwirtschaftete Gewinne zu großen Teilen für sich beanspruchen können, erwirtschaftete Verluste aber auf die Gesellschaft umlegen können.
Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften und ehemalige Chefökonom der Weltbank ist aber zuversichtlich, dass Verbesserungen der Wirtschaftssysteme nun durch die Wirtschaftskrise einen stärkeren Vorschub bekommen. Denn die Steuerzahler werden das nicht still hinnehmen wollen, dass Sie für die Fehler der CEO’s großer Kapitalinvestment-Firmen und Korruption von Rating-Agenturen bluten müssen, während diese Manager selbst aber nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Wenn ich das recht verstanden habe, ruft er regelrecht dazu auf, sich hiermit nicht abzufinden.
Im Allgemeinen plädiert Prof. Stiglitz für mehr Staat, um soziale Grundbausteine unserer Gesellschaft unabhängiger von kurzfristigen Gewinninteressen und der Privatwirtschaft zu machen.
Das Interview kann hier angeschaut werden: